Karriere und Familie: Ein achtsames Doppelleben

In der heutigen Zeit ist das Leben der meisten Familien von modernen Idealen geprägt. Strenge Geschlechterrollen gibt es häufig nicht mehr, sodass junge Mütter bereits früh wieder in das Berufsleben zurückkehren. 

Doch ganz gleich, ob du als Mutter oder der Vater den Drahtseilakt zwischen Familie und Karriere leistet, wirst du vor viele Herausforderungen gestellt. 

Wie dir Achtsamkeit dabei helfen kann, ein erfolgreiches Doppelleben zu führen, bei dem jegliche Bedürfnisse unter einen Hut bekommen kannst, erfährst du nun. 

 

Karriere und Familie 

Für viele Menschen stellt sich häufig die Frage, ob sie sich für das Karriereleben oder doch lieber für das Familienleben entscheiden sollten[3]. Dabei muss das Eine das Andere nicht ausschließen. Es ist durchaus möglich, den Wunsch nach einer eigenen Familie und die Karriereplanung zu vereinbaren[3]. Doch die Umsetzung dieser Doppelbelastung stellt sich für die meisten Familien dann doch schwieriger dar, als eigentlich gedacht. Was passiert, wenn die Schulaufführung des Kindes mit einem wichtigen Meeting zusammenfällt? Oder das Kindermädchen mal wieder abgesagt hat und niemand die Kinder abholen kann? Oder die Erschöpfung nach einem langen Arbeitstag dazu führt, dass das Spielen mit den Kindern ausfällt? 

Ein achtsames Leben kann uns dabei unterstützen, unsere Probleme in Lösungsansätze zu verwandeln und beide Bereiche in unserem Leben als Bereicherung anzusehen. 

 

Den Druck vermindern

Die Balance zwischen Familie und Karriere zu halten, ist eine Aufgabe, die es in sich hat. Doch meistens ist es nicht die eigentliche Aufgabe, die uns zu schaffen macht, sondern der Druck, dem wir uns selbst aussetzen[1]. Als Elternteil hat man Ängste, dass man den Bedürfnissen seiner Kinder nicht gerecht wird, da der Job uns einiges abverlangt und wir nicht zu jeder Zeit an zwei Orten gleichzeitig sein können. Wir möchten die perfekte Karriere abliefern und unterdessen die Supermutter oder der Supervater sein.
Befreie dich daher von dem Druck in deinem Kopf, nicht all deinen Erwartungen nachkommen zu können[1].
Wir können unser Leben nicht immer planen, denn es hält eine Menge Überraschungen für uns bereit, die uns unsere Pläne zunichte machen. Und manchmal geht auch einiges schief, was wir nicht beeinflussen können. Die Achtsamkeit soll dir dabei helfen, dich von unrealistischen Leitbildern zu trennen, denen du entsprechen möchtest und stattdessen das Hier und Jetzt auszuschöpfen. 

 

Achtsamkeit als Hilfe? 

Achtsamkeit ist in so ziemlich jeder Lebenslage von Vorteil. Wie wir bereits wissen, hilft uns die Achtsamkeit dabei, im Hier und Jetzt zu verweilen, präsent zu sein und eine aktive Rolle in unserem Leben einzunehmen. Dank ihr können wir die Momente in unserem Leben deutlich bewusster wahrnehmen und sie nicht bloß als Routinehandlung an uns vorbeiziehen sehen. 

Auch auf der Suche nach der Balance zwischen Beruf und Familie kann uns Achtsamkeit assistieren. 

 

  1. Fokussiere dich ganz auf das, was du in einem Moment tust. 

Verständlicherweise fällt es den meisten Eltern schwer, sich auf der Arbeit zu konzentrieren, da die Sorge nach den Kindern weiterhin besteht. Versuche so gut es geht abzuschalten und dich bloß auf die Aufgaben zu konzentrieren, die vor dir liegen und in der Gegenwart zu bleiben. So bist du deutlich produktiver und effizienter und brauchst keine liegengebliebene Arbeit mehr mit nach Hause zu nehmen.

 

  1. Zuhause ist ein Ort für Familie. 

Die Arbeit strikt im Büro zu lassen und auch gedanklich nichts mit nach Hause zu nehmen, soll dabei helfen, sich völlig auf das Familienleben zu fokussieren. Du musst in deiner Freizeit nicht ständig erreichbar sein, denn auch du hast dir eine Auszeit verdient. Wir wollen uns daher vom Multitasking trennen und uns nur auf das konzentrieren, was vor uns liegt [1], wie zum Beispiel das Spielen oder Backen mit den Kindern. So gelingt es dir, Arbeitszeit und Privatzeit besser zu trennen.

 

  1. Achtsamkeit als Problemlösung. 

Wenn du im Hier und Jetzt bist und mit einem Problem konfrontiert wirst, kann dich die Achtsamkeit dabei unterstützen, eine Lösung zu finden. Durch eine gesteigerte Wahrnehmung und die verringerte Ablenkung bist du in der Lage, neue kreative und innovative Lösungsansätze zu finden. 

Wie heißt es so schön? Für jeden Topf gibt es einen Deckel, also gibt es auch für jedes Problem eine Lösung – man muss sie nur finden.

 

Zusätzlich kann dir ein Achtsamkeitstagebuch dabei helfen, dir darüber bewusst zu werden, in welchen Momenten du noch achtsamer sein kannst oder wie du deinen Tagesablauf optimieren kannst [1]. Mit den folgenden Journaling Fragen kannst du dein Tagebuch beginnen: 

 

 

  • Wie habe ich den heutigen Tag empfunden? 
  • Was ist mir heute gut gelungen, bzw. nicht gut gelungen?
  • Wo liegen meine Prioritäten? 
  • Konnte ich all meinen Prioritäten heute nachgehen? 
  • Was könnte ich besser machen? 
  • An welchen Stellen in meinem Leben kann ich das Streben nach unrealistischer Perfektion hinter mir lassen?

 

Grenzen anerkennen 

Das Doppelleben zwischen Familie und Karriere ist jedoch auch mit achtsamen Methoden nicht immer einfach. Daher ist es wichtig, mithilfe der Achtsamkeit, auch die eigenen Grenzen wahrzunehmen und anzuerkennen, um sich selbst nicht zu überlasten[1]. Wir als Menschen können zwar viel erreichen, doch irgendwann sind unsere emotionalen und körperlichen Grenzen schlichtweg erreicht. Erinnere dich daran, dass du ein menschliches Wesen bist und kein Roboter, sodass du dir Pausen zugestehst, wenn du diese brauchst. Selbst wenn dies nach manch langen Tagen im Büro einfach bedeutet, dass man nicht mehr die Energie dazu hat, die Wohnung noch aufzuräumen oder die Präsentation noch einmal vorzubereiten [1]. Dabei unterstützt dich vor allem deine Prioritätenliste, sodass du aufjeden Fall erledigen kannst, was für dich am wichtigsten ist

 

 

 

 

Geschrieben von Cassandra 

 

 

 

Quellen: 

[1] https://www.7mind.de/magazin/familie-und-beruf-so-gelingt-der-ausgleich

 

[2] https://high-potential.com/karriereplanung/skills/berufseinsteigerfrage-karriere-und-familie/


[3] https://karrierebibel.de/vereinbarkeit-von-familie-und-beruf/

 

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